SEO – Wie Sie auch ab März 2021 noch auf Google gefunden werden!

Marco Thöny

Marco Thöny

Co-Founder.
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Google ignoriert Desktop Inhalte ab März 2021! 

Google hat angekündigt, dass ab März 2021 alle Desktop Inhalte aus dem Suchindex entfernt werden. Doch was gilt es für Sie beim Content-Marketing und SEO zu beachten, wenn Ihre eigene Website nicht aus den Google-Suchergebnissen verschwinden soll? 

Die Optimierung von Websites für Smartphones ist schon seit längerer Zeit ein grosses Thema und gewann in den letzten Jahren an enormer Wichtigkeit. Die Mehrheit aller Menschen surft im Internet mit dem Smartphone. Da ist es nicht verwunderlich, dass man auf diesen Geräten mit der eigenen Website eine besonders gute Figur abgeben will.

Das sieht auch Google so und will ab März 2021 nur noch Inhalte ausgeben, welche auf dem Smartphone besonders gut verfügbar sind. Laut eigenen Angaben von Google werden circa 70 Prozent aller Websites, die in den Suchergebnissen erscheinen, mit dem mobilen User Agent gecrawlt.

John Mueller, Webmaster Trends Analyst bei Google, gibt folgendes als Grund an:

«…we’re now almost completely indexing the web using a smart phone Googlebot, which matches a lot more what users would actually see when they search. And one of the things that we noticed that people are still often confused about is with regards to, like if I only have something on desktop, surely Google will still see that and it will also take into account the mobile content. But actually, it is the case that we will only index the mobile content in the future. So when a site is shifted over to mobile first indexing, we will drop everything that’s only on the desktop site. We will essentially ignore that. …anything that you want to have indexed, it needs to be on the mobile site. And the final deadline we’ve come up with is March 2021.»

John Mueller

John Mueller

Webmaster Trends Analyst bei Google

Google will damit also der Verwirrung entgegenwirken, dass Desktop-Only-Inhalte auch auf den mobilen Suchergebnissen angezeigt werden.
Somit werden zukünftig alle Texte, Bilder und weitere Inhalte ignoriert, welche nicht für Smartphones verfügbar sind. Davon betroffen sind vor allem Websites, die nicht für mobile Geräte optimiert worden sind.

Page Experience als neuer Indikator

Bereits im Mai 2021 gibt es ein weiteres Google-Update. Die Page Experience erhält einen grösseren Stellenwert. Neu werden auch die «Core Web Vitals» im Google-Ranking berücksichtigt. Was bedeutet das konkret?

Zu den bisherigen Rankingfaktoren kommen ab Mai 2021 die «Core Web Vitals» hinzu. Mit diesen kann die User Experience einer Webseite eingestuft und bewertet werden. Seiten, die schneller laden und eine gewisse Interaktivität und Stabilität bieten, werden höher im Google-Ranking eingestuft.

Screenshot Single Page Experience (SEO)

Die Page Experience soll vorwiegend auf die technischen Faktoren abzielen. Inhaltliche Aspekte werden hier nicht berücksichtigt. Guter Content – sprich dynamische Inhalte und passende Keywords – sind aber nach wie vor entscheidend für eine gute Position im Google-Ranking. Eine Seite kann nach wie vor auf Platz 1 in den Suchergebnissen landen, auch wenn das Page Experience Signal schwach ist. Sind aber zwei Seiten ähnlich, wird es diejenige mit der besseren Page Experience zuerst anzeigen.

Massnahmen ergreifen

Was für Massnahmen können Sie bereits vorab ergreifen, damit Sie sich keine Sorgen um Ihr Ranking machen müssen?

 

Schritt 1: Auf responsive Webdesign setzen

Falls Ihre Website noch kein responsive Webdesign besitzt, wird es Zeit für einen Refresh. Um auch in Zukunft noch eine einzigartige Digitale Präsenz gewährleisten zu können, ist dies von grösster Wichtigkeit und sollte spätestens jetzt in Angriff genommen werden.

 

Schritt 2: Performance auf mobilen Geräten

Seit 2018 ist die Geschwindigkeit von mobilen Websites ebenfalls ein Ranking-Faktor. Ist Ihre Website also mit langen Ladezeiten verbunden, könnte das Probleme für Ihre Anzeige in Suchmaschinen geben. Google bietet dafür aber bereits diverse Tools an, mit welchen sich die Geschwindigkeit testen und optimieren lässt. Dazu gehören:

  • Google Search Console: Diese Funktion der Google Search Console basiert auf tatsächlichen Daten von Chrome-Nutzern. Sie sehen hier deutlich die Speed-Trends, die über einen längeren Zeitraum gesammelt wurden. Steigt die Anzahl an langsamen mobile URL’s, sollte etwas unternommen werden. Die Funktion finden Sie hier.
 
  • Google Page Speed Insights: Dieses Tool verrät Ihnen, wo Sie Ihre Website im Bereich der Geschwindigkeit noch verbessern können. Während auf Desktop Geräten der Score meist hoch ausfällt, sieht es auf mobilen Geräten oft ganz anders aus. Nehmen Sie sich also die Zeit, um Optimierungen für Ihre mobile Website vorzunehmen. Hier gelangen Sie zu Google Page Speed Insights.
 
  • Google Lighthouse: Lighthouse gibt Ihnen Auskunft über SEO, Performance, Accessibility, sowie die angewendeten Best Practices Ihrer Website. Die Funktion ist in jedem Google Chrome Browser über die Entwicklertools abrufbar.

 

Schritt 3: Gleiche Inhalte für alle Devices (SEO)

Auch das Content-Marketing und SEO muss entsprechend angepasst werden. Achten Sie darauf, dass sowohl für Desktop als auch Mobile Devices dieselben Inhalte angezeigt werden. Oft wird bei Websites auf Smartphones wichtiger Content hinter Tabs oder Akkordeons versteckt. Diese Inhalte werden künftig nicht mehr für ein Ranking in den Suchergebnissen herangezogen.

Aus diesem Grund rät Google, dass die Inhalte für alle Devices einheitlich sein sollen. Zudem müssen Meta Tag, strukturierte Daten, Titel und Beschreibungen, Bilder, Videos oder Links übereinstimmen. Wie Sie dies erreichen können, erklärt Google in diesem Beitrag.

 

Schritt 4: Seien Sie bescheiden

Gehen Sie bescheiden mit Ihren Bildern um. Denn Bilder sind im Vergleich zu Texten relativ schwer. Das heisst, die Seite braucht länger, bis sie vollständig geladen ist. Denken Sie daran, dass der Grossteil der Besucher Ihre Website mit einem Smartphone aufruft. Deshalb komprimieren Sie Ihre Bilder so weit wie möglich.

 

Schritt 5: Nutzen Sie die Zeit

Bis zur Umstellung von Google auf die Mobile First Indexierung haben Sie noch etwas Zeit übrig. Mögliche Baustellen in Bezug auf responsive Design, SEO und Content-Marketing sowie mobile Performance können jetzt noch angegangen werden. Ansonsten könnte es massive Auswirkungen auf Ihre Online Präsenz und Ihr Ranking auf Google oder in anderen Suchmaschinen geben.

Sie möchten Ihre Online Präsenz für Ihre Unternehmung optimieren? Sie haben Fragen zum oben genannten Thema? Gerne beraten wir Sie als Digitalagentur persönlich und unverbindlich.

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